Flackern. Dreck und Steine knirschen unter meinen Schuhen, als ich den Bahnsteig betrete. Ich habe die Eile wie einen alten Mantel abgelegt, schon aus der Entfernung habe ich gesehen, wie der Zug ohne mich abfährt. Das ist blöd, weil ich gar nicht mit dem Zug fahren wollte, aber jetzt stehe ich halt hier, am Bahnhof, der nur aus einer Plattform besteht, links und rechts ein Gleis, umgeben von so etwas wie Hügeln, die gleich hinter den verrostenden Güterwaggons sanft und beruhigend ansteigen. Es ist der aufgeraute Stoff einer unendlichen Nacht, der mich hierher verschlagen hat, so sind Sommergeschichten nun einmal, und eigentlich ist es egal, bald kommt noch ein Zug und wird mich mit sich nehmen." 

aus „Mitternachtsfiasko“ von Roman Markus